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28 October 2003
Konzert mit ''Extrabreit'' und drei Gastbands in der Balver Höhle
So traurig die Absage des geplanten Höhlenrock-Spektakels auch war, die ''Ersatzveranstaltung'' war weit mehr, als nur ein Seelentröster. Beim Konzert am Samstagabend rockte die Höhle, die vier Bands gaben alles, um ihre Gäste zu begeistern. Resümee: Das war ''ganz großes Tennis''. Veranstalter Jürgen Antoni kann zufrieden sein, und auch die Musiker haben keinen Grund zur Klage.

So schlapp, wie der Kartenverkauf für den dann abgesagten Höhlenrock lief, so gut füllte sich der Felsendom am Samstagabend - und das erfreulicherweise auch schon zu frühen Zeiten, so dass auch die Jungs von der ''Ötteband'' nicht vor leerem Raum spielen mussten.

So gab es einen Start nach Maß. Die ''Öttes'' boten ab 20 Uhr satten Gitarren-Hardrock und dazu deutsche Texte aus rauer Kehle. Das Publikum ließ sich dementsprechend nicht lange bitten, strebte schnell dem ersten Höhepunkt des Abends entgegen und feierte die Düsseldorfer Combo nach Leibeskräften. Hier war nichts vom sonst so undankbaren ''Anheizer''-Job zu merken. Bereits von Beginn an ging in der Höhle so richtig die Post ab. Und auch wenn der Sound manchmal durch allzu viel Verzerrer, vermischt mit großem Schlagwerkeinsatz und dem röhrenden Gesang, zu einem breiigen Etwas für die Ohren zu kippen drohte - der Stimmung tat es keinen Abbruch.

Dann durften die Lokalmatadore aufs Podium: ''Pure pipe''. Die vier Jungs aus dem heimischen Raum knüpften nahtlos an ihre Vorgänger an, das Instrumentarium um Tasteninstrumente erweitert. ''Pure pipe'' überraschte mit Vielseitigkeit zwischen Rock und Reggae und gaben mit Gitarrensoli à la Hendrix schnell die Linie vor. So, dass nicht eine, sondern gleich zwei Zugaben vonnöten waren, um dem Willen des Publikum genüge zu tun.

Spätestens als ''Scavenger'' die Bühne betraten, war der Hauptraum der Höhle vor dem Podium so gut gefüllt, dass es bereits Mühe machte, sich zu den Biertresen an beiden Seiten durchzukämpfen. Und es wurde eng und immer enger, denn die ''Scavengers'' brannten ein wahres und Rock-Feuerwerk ab bei ihrem ''letzten Konzert'', wie sie zum Erstaunen der Fans ankündigten. Doch keine Sorge, die Formation wird weiter bestehen. Sie haben sich nur einen neuen Namen zugelegt: ''Scyfer'' heißt die Band von nun an, sonst ändert sich nichts.

Und dann, gegen 22.30 Uhr, war es endlich so weit, der lang ersehnte Augenblick war gekommen: Extrabreit spielte auf. Gefeiert von Hunderten alter und neuer Fans räumten die Hagener ab, ließen altbekannte und neue Songs aufeinander folgen und zeigten eindrucksvoll, dass sie nach über 20 Jahren im Musikgeschäft immer noch eine Größe sind. Klar, dass die Jahre an Kay ''Havaii'' Schlasse und Stefan ''Kleinkrieg'' Klein nicht spurlos vorüber gegangen sind, doch die Songs sitzen wie damals und auch die Bühnenshow ließ keine Wünsche offen. In engstem Kontakt mit dem Publikum und mit bekannten Songs von den ''Polizisten'', über den die Sonne grüßenden Flieger und dem Schüler-Freudenruf ''Hurra, hurra, die Schule brennt'' war das Konzert dann leider deutlich schneller vorbei als die Anwesenden erhofft hatten. Dennoch: Diese geniale Party mit den ''Breiten'' wird noch lange in den Gedächtnissen haften.

(Quelle: Süderländer Volksfreund vom 28. Oktober 2003)
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